Stuttgart - Frauen haben oft geringere Rentenansprüche als Männer. Gerade deswegen sollten sie sich rechtzeitig um die Altersvorsorge kümmern. Dabei können bestimmte Strategien hilfreich sein.

Wenn es ums Geld geht, gibt es zwischen Männern und Frauen immer noch Unterschiede. "Häufig verdienen Frauen weniger als Männer", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Und auch ihre Erwerbsbiografien sind oft nicht so gradlinig, weil viele Frauen wegen der Kindererziehung zwischenzeitlich zu Hause bleiben. Die Folge: "Frauen haben oft geringere Rentenansprüche als Männer." Gerade deshalb sollten sie auf ihre Altersvorsorge achten. Bei der richtigen Strategie gibt es für Frauen und Männer allerdings keine Unterschiede. Drei wichtige Tipps:

Breit streuen: Auch Frauen sollten nicht alles auf eine Karte setzen. Denn bei der Altersvorsorge geht es darum, langfristig Vermögen aufzubauen. "Sie sollten ihr Geld daher über verschiedene Anlageklassen verteilen", rät Nauhauser. Neben sicheren Produkten wie Festgeldkonten kommen auch risikoreiche Anlageformen infrage. "Börsengehandelte Aktienfonds zum Beispiel bieten Chancen auf höhere Renditen, bergen aber auch das Risiko zwischenzeitlicher Kursschwankungen."


Ruhige Hand: Nicht immer entwickelt sich die Wirtschaft gut. Sparerinnen sollten sich von Konjunkturdellen aber nicht beeindrucken lassen. "Investieren Sie passiv", rät Nauhauser. "Wenn Sie Ihr Depot immer aktiv an die Marktlage anpassen, ist das teuer." Denn jeder Kauf und Verkauf verursacht Kosten. Anleger und Anlegerinnen fahren häufig besser, wenn sie ihrer Strategie treu bleiben. "Wenn Sie breit gestreut haben, wird sich ohnehin nicht jede ihrer Anlagen negativ entwickeln."


Niedrige Kosten: Geld anlegen kostet Geld. "Manche Anbieter sind aber teurer als andere und auch bei den verschiedenen Produkten gibt es Preisunterschiede", sagt Nauhauser. Beispiel Fonds: Bei gemanagten Produkten verlangt die Fondsgesellschaft nicht nur einen Ausgabeaufschlag in Höhe von fünf Prozent, sondern auch laufende jährliche Gebühren von oft bis zu zwei Prozent. "Das nagt gewaltig an der Rendite, zumal die Erträge ja ungewiss sind, die Kosten aber nicht durchaus schmaler." Indexfonds sind hier deutlich billiger, denn die jährlichen Gebühren betragen oft nur 0,2 Prozent.