Berlin - In vielen Städten steigen die Immobilienpreise unaufhaltsam. Da scheint eine Immobilienanlage sehr vielversprechend zu sein. Doch nicht alle Wohnobjekte werfen eine satte Rendite ab. Apartments für Studenten etwa sind oft weniger lukrativ als erhofft.

Studentenapartments sind eine vergleichsweise teure Immobilienanlage. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 7/2014). Makler werben zwar häufig mit bis zu 5 Prozent Rendite. Doch bei einer seriösen Kalkulation liegt die anfängliche Nettomietrendite meist nur bei rund 3 Prozent. Zudem geht der Anleger zahlreiche Risiken ein.

Die Tester holten in mehreren Städten Angebote für Studentenwohnungen ein. In Berlin und Heidelberg mussten Anleger 4500 bis 5000 Euro pro Quadratmeter zahlen, am Stadtrand von München sogar 6000 Euro. Zu mieten sind die Wohnungen für 16 bis über 20 Euro pro Quadratmeter.

Ein Problem: Bei den in Aussicht gestellten Renditen sind nicht alle Kosten enthalten. Steuern und Gebühren müssen Anleger hier genauso berücksichtigen wie laufende Kosten für Hausverwaltung und Instandhaltung. Unter dem Strich bleibt den Berechnungen zufolge nur 2,8 bis 3,3 Prozent Nettomietrendite übrig. Investieren sollten Anleger daher nur, wenn sie ausreichend Eigenkapital mitbringen. Die "Finanztest"-Experten empfehlen mindestens 50 Prozent.