Stuttgart - Schmuck, Sprit oder Schulausbildung - Geld lässt sich auch auf andere Wege anlegen. Einige alternative Tipps, wenn das klassische Sparbuch nicht genügend Zinsen bringt.

Viele Sparer stehen derzeit vor einem Dilemma: Wohin mit dem Geld? Zinsen gibt es auf dem Tages- oder dem Festgeldkonto kaum, Aktien notieren auf Höchstständen und sind vielen wegen der Kursschwankungen ohnehin zu riskant. Immobilien sind nicht für jeden geeignet.

"Es gibt neben den zur Vermögensbildung und Altersvorsorge unverzichtbaren Klassikern ein paar weitere Möglichkeiten, die auch ihre Vorzüge haben", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Bei diesen anderen Anlageformen konsumieren und investieren Sie in einem." Fünf Möglichkeiten, sein Geld, oder auch nur einen Teil davon, auf diese Weise zu verwenden:

Ausbildung:


Eine gute Möglichkeit, sein Geld sinnvoll anzulegen, ist jeder selbst. Wer zum Beispiel eine Weiterbildung oder einen Sprachkurs finanziert, kann nicht nur seine eigenen Fähigkeiten verbessern, sondern möglicherweise auch seine beruflichen Chancen und damit sein Einkommen festigen oder sogar erhöhen.

Schmuck:


Ein Beispiel für wertbeständigen Konsum kann hochwertiger Schmuck aus Gold sein. Wichtig hierbei sei vor allem der Anteil des Materialwertes am Kaufpreis. Denn das Design kann in ein paar Jahren nicht mehr modern sein, und die Margen der Händler klaffen weit auseinander. "Käufer kleiner Anhänger im Wert von 200 Euro sollten sich bewusst sein, dass der reine Materialwert oft nur die Hälfte des Kaufpreises ausmacht." Und der Goldpreis unterliegt Schwankungen.

Effizienzsteigerungen:


Wer Geld in energiearme Haushaltsgeräte investiert, senkt seine Energiekosten. "Größere Einsparungen sind für Immobilienbesitzer möglich, etwa wenn sie in eine bessere Dämmung investieren" sagt Nauhauser. Zugleich steigern sie den Substanzwert der Immobilie. Aber auch der Kauf eines neuen Autos kann im Einzelfall den Spritverbrauch und damit die Benzinkosten deutlich reduzieren.

Kunst und Sammlergegenstände:


Auch Gemälde, Skulpturen oder seltene Sammlerobjekte können ein interessantes Investment sein. "Hier ist Expertenwissen aber unverzichtbar", sagt Nauhauser. "Denn ob Preise für die Werke eines Künstlers in Zukunft stabil bleiben oder steigen, kann ein Laie kaum einschätzen." Wer sich hier nicht auskennt, sollte lieber vorsichtig sein, zumal auch Experten sich irren können.

Lebensqualität:


Wer das Geld in Zukunft nicht braucht, kann sich damit auch spontan langersehnte Wünsche erfüllen. "Die erworbene Lebensqualität eines Traumurlaubs ist natürlich reiner Konsum, weil das Geld anschließend weg ist", stellt Nauhauser klar. "Zugleich löst sich damit das Dilemma mickriger Zinsen nebenbei auch in Luft auf."