Düsseldorf - So mancher Bankkunde ist vor dem Geldautomaten schon ins Schwitzen gekommen, weil ihm die PIN seiner Bankkarte nicht mehr einfiel. Die kleine Gedächtnislücke kann dann nicht nur das Geldabheben verpatzen, sondern auch Gebühren verursachen.

Service kann teuer sein: Manche Geldinstitute verlangen zum Beispiel hohe Gebühren, wenn Kunden eine neue Geheimzahl für ihre Bank- oder Kreditkarte bestellen. Das ist das Ergebnis einer Stichprobe unter 15 Geldinstituten durch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die meisten Institute verlangten dabei fünf bis sechs Euro für die Zusendung einer neuen PIN.

Allerdings gab es auch Ausreißer: Ein Geldinstitut schickte vergesslichen Kunden nicht nur eine frische Geheimzahl, sondern gleich eine neue Kreditkarte zu. Für eine Standardkarte mussten Kunden dann aber 20 Euro Gebühren bezahlen. Bei einer anderen Bank orientierten sich die Gebühren am Kontomodell - so mussten Online-Kunden 10 Euro zahlen, Kunden mit Premium-Konto hingegen gar nichts.

Wichtig zu beachten: Trotz solcher Gebühren sollten Bankkunden ihre Geheimzahlen nirgendwo notieren oder gar in der Geldbörse mit sich führen. Wenn nämlich Kriminelle die Karte mitsamt PIN erbeuten und das Konto leerräumen, bleibt der Kontoinhaber wegen fahrlässigen Handelns auf dem Schaden sitzen.