Düsseldorf - Der Mietvertrag ist unterschrieben, die alte Wohnung gekündigt. Jetzt muss der Umzug bewältigt werden. Viele setzen auf Profis. Das Angebot des Umzugsunternehmens sollten Verbraucher gut prüfen. Sonst drohen teure Überraschungen.

Ein Umzug ist aufwendig. Viele beauftragen daher ein Umzugsunternehmen damit, die Möbel und den Hausrat sicher von der einen in die andere Wohnung zu bringen. Doch Vorsicht: Ein auf den ersten Blick günstiges Festpreisangebot im Zweifel kann teuer werden. Sollte der Umzug beispielsweise länger dauern als geplant, kann die Rechnung höher ausfallen, wenn der Festpreis nur für eine festgelegten Zeitraum gilt, heißt es im Ratgeber "Vorsicht, Abzocke!" der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Festpreis sollte daher für den gesamten Umzug gelten.

Seriöse Umzugsunternehmen vereinbaren in der Regel einen Termin, um die Wohnung oder das Haus zu besichtigen. Dann können Aufwand und Kosten besser eingeschätzt werden. Kunden sollten darauf achten, dass das Angebot transparent ist. So sollten alle Kosten aufgeschlüsselt werden. Was wird zum Beispiel für Kartons, Decken oder Gurte berechnet? Wie viel müssen Kunden für die Organisation und die behördlichen Genehmigungen zum Beispiel für ein temporäres Halteverbot zahlen? Lohnenswert ist es, mehrere Kostenvoranschläge von verschiedenen Anbietern einzuholen. Diese können gut miteinander verglichen werden.

Eine zusätzliche Umzugsversicherung ist in der Regel nicht nötig. Eine Spedition ist in der Regel verpflichtet, eine Transportversicherung abzuschließen. Wichtig zu beachten: Diese Pflicht gilt nur für Firmen, die Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen einsetzen. Manche Anbieter setzen daher Kleintransporter ein, um diese Pflicht zu umgehen. Kunden sollten daher bei der Beauftragung fragen, ob eine Haftpflichtversicherung besteht. Besonders wertvolle Gegenstände wie zum Beispiel ein Klavier können häufig gegen Aufpreis versichert werden.