Frankfurt/ Main - Die Zeiten für eine Immobilien-Finanzierung sind besser denn je. Experten raten deshalb die Tilgungsrate hochzusetzen. So werden Kreditnehmer schneller schuldenfrei.

"Immobilienkredite waren noch nie so billig wie jetzt", sagt Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main. "Und sie gehen immer weiter runter." Solange die Krisen im Irak und in der Ukraine anhielten, werde sich daran auch nichts ändern. Herbst empfiehlt Immobilienkäufern, diese "Extremzinsphase" auch zu nutzen, um in die Tilgung ihres Kredites zu investieren. So werden sie schneller schuldenfrei.

"Früher war eine Tilgung von 1 Prozent üblich, vor ein paar Jahren dann 2 Prozent, jetzt ist eine Tilgung von 2,5 Prozent oder mehr sinnvoll", sagt der Experte. Er rät, nach Angeboten mit 15 bis 20 Jahren Zinsbindung und der Möglichkeit, den Kredit in dieser Zeit voll zu tilgen, zu suchen. "Es gibt da momentan sehr viele Angebote."

Ein Beispiel: Eine 300 000 Euro teure Immobilie wird mit einem Darlehen über 200 000 Euro finanziert. Bei einer Zinsbindung von 20 Jahren beträgt der Zinssatz laut FMH derzeit durchschnittlich 2,4 Prozent bei guten Angeboten. Bei einer Tilgung von knapp 4 Prozent und einer Laufzeit von 20 Jahren lägen die monatlichen Kosten bei 1050 Euro, am Ende der Laufzeit wäre der Kredit abbezahlt. Wer eine Laufzeit von 30 Jahren vereinbare, müsste monatlich etwa 820 Euro aufbringen.

(Die genannten Zinssätze wurden erhoben am 22. August 2014.)