Bonn - Von 60 auf 62 Cent - Standardbriefe sollen bei der Deutschen Post teurer werden. Für Verbraucher heißt das: Alte Marken können sie künftig nur noch verwenden, wenn sie Ergänzungsmarken dazukaufen.

Die Deutsche Post will das Porto für Standardbriefe erhöhen. Ab dem 1. Januar soll der Versand von Briefen bis 20 Gramm 62 Cent kosten - 2 Cent mehr als derzeit. Für Kunden heißt das: Wenn sie dann noch alte 60-Cent-Marken verwenden wollen, müssen sie 2-Cent-Ergänzungsmarken dazukaufen. Sonst bekommen sie ihren Brief womöglich zurück. Oder den Empfänger erwartet neben dem Brief ein Nachporto mit Strafgebühr. Das sogenannte Einziehungsentgelt beträgt 51 Cent, erklärt Dirk Klasen, Sprecher der Deutschen Post in Bonn. Erst im vergangen Jahr hatte die Post zum 1. Januar den Preis für den Standardbrief von 58 auf 60 Cent erhöht. Der neuen Erhöhung muss die Bundesnetzagentur noch zustimmen.

Die 2-Cent-Ergänzungsmarken gibt es bereits in den Postfilialen und online. Außerdem könne man sie sich an jedem der rund 2900 Automaten in Deutschland ausstellen lassen, sagt Klasen. Die Automaten druckten jeden gewünschten Portowert.

Dieses Angebot müssen Verbraucher eventuell für 5-Cent-Marken nutzen: Denn für den internationalen Standardbrief und die Postkarte ins Ausland werden statt 75 Cent künftig 80 Cent fällig. 5-Cent-Ergänzungsmarken werde es in den Filialen aber erst einmal nicht geben, so Klasen. "Da ist der Bedarf nicht ganz so groß."

Der innerdeutsche Kompaktbrief mit maximal 50 Gramm soll mit 85 Cent dagegen um 5 Cent billiger werden. Keine Änderungen plant das Management bei Groß- und Maxibrief sowie der Postkarte.

Ab dem 4. Dezember gibt es alle neuen Marken in den Filialen. Bis zum 31. Dezember können Verbraucher ihre Post noch mit den alten Werten verschicken.