Berlin - Bei Spendenorganisationen sollten die Verwaltungs- und Werbungskosten nicht über 35 Prozent betragen. Denn dann geht ein zu kleiner Teil der Spenden tatsächlich an die Hilfsbedürftigen. Ein genauer Blick kann da Aufschluss geben.

Wohltätigkeitsorganisationen wenden manchmal zu viel Geld für die Verwaltung auf. Diese Ausgaben überprüfen Verbraucher also besser, bevor sie spenden, rät die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 11/2014). In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) testete sie zehn Spendenorganisationen, die mit Prominenten werben. "Von denen kann man sagen, dass sie rundum in Ordnung sind", sagt Ariane Lauenburg von der "Finanztest".

"Besonders gut aufgehoben sind Spenden bei Children for a better World oder bei der Hans-Rosenthal-Stiftung, bei Menschen für Menschen von Karlheinz Böhm und bei der Hannelore-Kohl-Stiftung", so Lauenburg. Hier seien unter anderem die Verwaltungs- und Werbungskosten gering und Informationen zu den Projekten und zu Einnahmen und Ausgaben transparent.

Lauenburg empfiehlt, vor der Spende genau diese zwei Faktoren zu prüfen. "Und dann kann man natürlich auch gucken, ob eine Organisation ein Spendensiegel hat." Sie warnt davor, sich an der Haustür unter Druck setzen zu lassen: In diesen Fällen habe man überhaupt keine Ahnung, ob alles stimme, was die Werber sagen.

"Finanztest" hatte noch 18 weitere Spendenorganisationen angefragt, die mit Prominenten werben. Diese nahmen zum Beispiel wegen Zeitmangel, rechtlicher Bedenken oder Kritik an den Testfragen nicht teil.