Stuttgart - Bei Autos steht die Abkürzung ABS für ein sicheres Bremssystem, das im Ernstfall nicht blockiert. In der Finanzwelt steht die Abkürzung für ein Wertpapier, das mit bestimmten Sicherheiten hinterlegt ist.

ABS - oder ausgesprochen Asset Backed Securities: Bei diesen Sicherheiten handelt es sich meist um Kredite, zum Beispiel Konsumentenkredite, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sind Immobilien die Sicherheit, spricht man auch von MBS oder Mortgage Backed Securities.

Für Geldinstitute sind ABS ein Refinanzierungsinstrument, in dem sie eine Reihe von Krediten bündeln und dann an Anleger verkaufen können. Die Anleger bekommen für diese Wertpapiere regelmäßig Zinsen und am Ende der Laufzeit das eingezahlte Kapital zurück.

Wie sicher diese ABS oder MBS sind, hängt von den Forderungen oder Sicherheiten ab, die darin gebündelt sind. Kommt es bei den gebündelten Krediten zu Forderungsausfällen, dann können diese auch die Käufer der Wertpapiere treffen. Häufen sich die Forderungsausfälle, sind nicht nur die Zinszahlungen in Gefahr, sondern das ganze angelegte Geld. ABS, die Ratingagenturen fälschlicherweise als sicher eingeschätzt hatten, waren Auslöser der Finanzkrise 2008. Die damals verkauften ABS und MBS waren wegen der schlechten Sicherheiten hoch riskante Geldanlagen.