Düsseldorf - Ob für Opfer von Naturkatastrophen, notleidende Kinder in Kriegsgebieten oder für den Tierschutz - immer wieder rufen Hilfsorganisationen zum Spenden auf. Ein Siegel gibt Spendenwilligen eine Orientierung.

Wie können Verbraucher sicher sein, dass ihr Geld auch wirklich bei den Hilfsbedürftigen ankommt? Eine Möglichkeit ist das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Es wird nur vergeben, wenn sich die Organisation freiwillig einer strengen Prüfung nach wirtschaftlichen, rechtlichen und ethischen Kriterien unterwirft. Trägt ein Spendenaufruf das DZI-Siegel, können Spender sicher sein, dass die Organisation sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wofür die Spendengelder verwendet werden.

Wichtig zu wissen: Geprüft werden nur Organisationen, die es selbst beantragen und die Prüfung aus eigenen Mitteln finanzieren. Kleinere Vereine sparen sich das mitunter. Fehlt also eine Spendenorganisation in der Liste des DZI, muss es sich nicht zwangsläufig um eine unseriöse Organisation handeln. In solchen Fällen sollten Spender darauf achten, dass nicht mit emotionsgeladenen Texten oder Bildern geworben wird. Daneben hilft ein Blick in den jeweiligen Jahresbericht, den seriöse Organisationen oder Vereine auf Nachfrage zur Verfügung stellen.