Stuttgart - Für Börsen-Spekulanten ist der Betafaktor wichtig. Sie können damit Aktien analysieren. Das Ergebnis nutzen die Experten, auf bestimmte Marktentwicklungen zu spekulieren.

An den Börsen geht es mal auf und mal ab. Denn die Kurse von Wertpapieren schwanken und mit ihnen auch die verschiedenen Indizes wie zum Beispiel der deutsche Aktienindex Dax. Wer vergleichen will, wie stark ein Wertpapier oder auch ein Fonds im Vergleich zu einem Index schwankt, kann das am Beta ablesen, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Dieser Wert gibt an, wie eng das Papier in der Vergangenheit einem übergeordneten Basismarkt gefolgt ist.

Ein Beta von 1 sagt aus, dass die Preisschwankungen eines Wertpapiers genauso hoch waren wie die Schwankungen des Marktes. Liegt der Wert unter 1, bedeutet das geringere Schwankungen, ein Wert über 1 hingegen stärkere Schwankungen als der Durchschnitt. Ein Beta von 2 besagt zum Beispiel, dass die Wertschwankung einer Aktie doppelt so groß ist wie die des Aktienmarkts.

Wenn es um den Vermögensaufbau geht, müssen Anleger dieser Kennzahl keine besondere Aufmerksamkeit schenken, erklärt die Verbraucherzentrale. Allenfalls zu Spekulationszwecken kann die Zahl von Interesse sein, etwa um Risiken zu steuern oder um auf bestimmte Marktentwicklungen zu spekulieren. Anleger, die im Rahmen des langfristigen Vermögensaufbaus ohnehin breit gestreut investieren, legen ihr Geld automatisch mit einem Betafaktor von 1 an.