Stuttgart - Anleger haben die Wahl: Entweder sie investieren direkt in Aktien oder Anleihen. Oder sie greifen zu Derivaten. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa Ableitung, denn der Preis von Derivaten leitet sich aus dem Preis von anderen Finanzinstrumenten ab.

Dabei dienen Aktienindizes, Aktien Rohstoffe oder Anleihen als Referenzgröße, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Zu den Derivaten gehören beispielsweise Futures, die an Terminbörsen gehandelt werden. Auch Optionsscheine, Swaps und Zertifikate sind Derivate.

Derivate sind oft so konstruiert, dass sie Preisschwankungen ihrer Bezugsobjekte überproportional nachvollziehen. Daher werden sie häufig eingesetzt, um sich gegen Wertverluste abzusichern oder aber auf Kursgewinne zu spekulieren. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind Derivate nach Ansicht der Verbraucherzentrale nicht geeignet. Wer gezielt auf eine bestimmte Marktentwicklung spekuliert, geht ein hohes Risiko ein. Denn in welche Richtung sich Kurse bewegen, lässt sich nicht verlässlich vorhersagen.