Berlin - Im Erdbebengebiet in Nepal bleibt die Lage dramatisch. Helfer finden immer noch Tote unter den Trümmern, zahllose Menschen sind obdachlos. Die internationale Hilfe läuft langsam an. Wer spenden möchte, sollte auf
bestimmte Punkte achten.


"Es gibt bereits viele Spendenaufrufe von renommierten Organisationen", erklärt Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin. "Die konkreten Maßnahmen werden allerdings zum Teil erst geplant." Das sollte man beim Spenden beachten:

Bekannte Organisationen wählen: Die Lage im Erdbebengebiet ist schwierig. "Große, bekannte Hilfsorganisationen haben aber oft Kontakte vor Ort", erklärt Wilke. Diese könnten gut einschätzen, wo Hilfe gebraucht wird. Spender können bei renommierten Organisationen so sicher sein, dass das Geld auch da ankommt, wo es gebraucht wird.


Aufrufe in sozialen Netzwerken überprüfen: Wer einen Spendenaufruf in sozialen Netzwerken entdeckt, sollte nicht sofort Geld überweisen. "Es ist nicht immer gleich zu erkennen, von wem der Aufruf eigentlich stammt", erklärt Wilke. Damit Spender aber ihr Geld gezielt zur Hilfe einsetzen können, sollten sie überprüfen, welche Organisation hinter dem Aufruf steckt.


Auf das Spendensiegel achten: Das DZI vergibt ein Siegel an Organisationen, die sich freiwillig einer strengen Prüfung nach wirtschaftlichen, rechtlichen und ethischen Kriterien unterwirft. Trägt ein Spendenaufruf das DZI-Siegel, können Spender sicher sein, dass die Organisation sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wofür die Spendengelder verwendet werden, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Geldspenden besser als Sachspenden
Wer den Betroffenen in Nepal helfen möchte, sollte vor allem Geld spenden, empfiehlt das DZI. Denn Geldspenden können von den Hilfsorganisationen effizienter eingesetzt werden als Sachspenden. Sachgüter sollten nur dann gespendet werden, wenn seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.