Berlin - Eine Risikolebensversicherung ist vor allem für Familien sinnvoll. Denn im Todesfall müssen Hinterbliebene finanziell abgesichert werden, wenn ein Gehalt ausfällt. Bei der Auswahl des Vertrages können Kunden getrost das günstigste Angebot nehmen, rät die Stiftung Warentest.

Die Unterschiede bei den Vertragsbedingungen sind nicht groß, bei den Preisen hingegen schon. In einem Test der Angebote von 40 Versicherungsgesellschaften für die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 6/2015) kostete der teuerste Tarif mehr als viermal so viel wie der günstigste. So zahlt ein 35-jähriger Nichtraucher für Verträge mit einer Versicherungssumme von 250 000 Euro und einer Laufzeit von 25 Jahren beim günstigsten Anbieter 176 Euro im Jahr, beim teuersten 754 Euro. Wer bereits einen Vertrag hat, kann jährlich kündigen und auf einen günstigeren Tarif umsteigen. Dafür kann jedoch eine neue Gesundheitsprüfung nötig sein.

Die Versicherer erheben zudem eine Reihe von Risikozuschlägen. Neben gesundheitlichen Problemen oder einem körperlich anstrengenden Beruf können riskante Hobbys einen Vertrag teurer machen. So zahlen etwa Rennradfahrer in einigen Tarifen mehr, in anderen Tarifen müssen Bergwanderer oder Taucher tiefer in die Tasche greifen. Bei einigen Versicherungsgesellschaften zahlen Motorradfahrer mehr.