Hamburg - Ferienwohnungen stehen bei privaten Kapitalanlegern hoch im Kurs. Sie werden nicht nur als wertstabile Geldanlage mit hoher Rendite und zur Altersvorsorge geschätzt, sondern auch als eigenes Feriendomizil. Das ergab eine Marktstudie des Internet-Portals FeWo-direkt und der Maklerfirma Engel&Völkers.

Insbesondere in den vergangenen vier Jahren habe die Ferienwohnung als Anlageform einen Boom erlebt. Fast jeder dritte befragte Eigentümer kaufte seine Immobilie in diesem Zeitraum.

Über die Hälfte der Objekte befinden sich in Deutschland, vorwiegend an Nord- und Ostsee und in Bayern. Mit weitem Abstand folgen Spanien und Österreich. Die räumliche Nähe, Rechtssicherheit und attraktive Renditeaussichten sprechen für den Standort Deutschland, heißt es in der Studie. Fast alle (97,9 Prozent) der Erwerber sind mit ihrer Investitionsentscheidung zufrieden, vor allem wegen der hohen Rendite von durchschnittlich 7,9 Prozent. Fast jede zweite Ferienimmobilie sei zudem im Wert gestiegen.

Die niedrigen Hypothekenzinsen erleichtern den Kauf einer Ferienwohnung, heißt es in der Analyse. Die Eigentümer seien in den vergangenen Jahren immer finanzkräftiger geworden und verfügen im Durchschnitt über ein Haushalts-Nettoeinkommen von 4836 Euro im Monat. Für ihre Urlaubsimmobilie geben sie rund 188 000 Euro aus. Jeder dritte kann den Kauf ohne Bankkredit bezahlen. Für die Marktanalyse wurden 4410 Eigentümer von Ferienimmobilien befragt.