Weimar/Berlin (dpa) - Die indische Verlegerin Urvashi
Butalia, die libanesische Schriftstellerin Emily Nasrallah und die
russische Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa werden mit der Goethe-Medaille 2017 ausgezeichnet.

Damit ehre das Goethe-Institut drei Persönlichkeiten, "die Stellung beziehen zu Tabuthemen in ihren Gesellschaften – von Gewalt gegen Frauen bis zur Erinnerungspolitik", heißt es in der Mitteilung vom Montag. Die Preisverleihung unter dem Motto "Sprache ist der Schlüssel" ist am 28. August in Weimar. Die undotierte Ehrung der Bundesrepublik Deutschland würdigt Persönlichkeiten, die sich um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben.

Butalia, geboren 1952, engagiere sich seit mehr als 40 Jahren dafür, marginalisierten Gesellschaftsgruppen in Indien eine Stimme zu geben, so das Goethe-Insitut. Nasrallah (Jahrgang 1931, "Septembervögel") zählt zu den bekanntesten Schriftstellerinnen der arabischen Welt. Die 1949 in Moskau geborene Historikerin Scherbakowa widmet sich den Opfern des Stalinismus und forscht seit 1991 in den Archiven des KGB.

Zu den früheren Preisträgern der Medaille, die am Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe verliehen wird, gehören Daniel Barenboim, Pierre Bourdieu, Robert Wilson, Neil MacGregor und Helen Wolff.