Klietz l Die Plätze werden dann allerdings von jetzt gut 700 auf 170 reduziert. Über das angepasste Konzept zur Unterbringung von Schutzsuchenden im Land Sachsen-Anhalt informiert das Innenministerium. So ist mittelfristig vorgesehen, die Unterbringung an zwei Standorten vorzunehmen: Zum einen in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt und zum anderen in der noch zu bauenden Landesaufnahmeeinrichtung in Stendal. „Bis zur Inbetriebnahme der Landesaufnahmeeinrichtung in Stendal ist vorgesehen, den Truppenübungsplatz Klietz, reduziert auf 170 Plätzen, übergangsweise weiter zu nutzen.“ Einen Termin für den beginn der Arbeiten an den sich im Rohbau befindlichen Gebäuden in Stendal gibt es noch nicht.

Bundeswehr hätte Lager gern komplett

Oberstleutnant Michael Vormwald, Kommandeur des Bundeswehrbereiches Ost mit Sitz in Klietz „hätte es gern gesehen, wenn das Truppenlager in der Kaserne am See zum vereinbarten Zeitpunkt komplett an die Bundeswehr zurückgegangen wäre. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Bundeswehr unterstützt die Länder, wo es möglich ist.“

Konzept, welche Gebäude sich eignen

Nun müsse man rechnen, welche Gebäude für die längerfristige Unterbringung von bis zu 170 Asylsuchenden genutzt werden können. Sie sollen nah am alten Kinosaal liegen, weil sich hier auch der Eingangsbereich befindet. Der Zustand der dann frei werdenden Gebäude müsse für nötige Sanierungen/Modernisierungen ermittelt werden, „mit einmal Durchwischen ist es nicht getan!“

Seit September letzten Jahres ist die Kaserne Erstaufnahmelager. Anfangs waren hier über 700 Flüchtlinge untergebracht, jetzt sind es rund die Hälfte.