Berlin l Mit Essen spielt man nicht, hatte schon Oma immer gemahnt. Auch nicht mit Kokosnüssen. Eine Gruppe Berliner Studenten wagte sich jetzt künstlerisch an dieses Thema. Und bekam prompt richtig Ärger.

Die jungen Tüftler bauten aus einer Druckluftapparatur und einem mit Pappmaché umpüschelten Metallrohr eine – Kokosnuss-Kanone. Deren Zweck es sein soll, die Nüsse (streng botanisch sind es ja Steinfrüchte) im Südpol zu verschießen, wohin das Gerät dieser Tage verschifft werden sollte. Mangels einer eigenen Antarktis testeten die Berliner das Teil auf einem Schöneberger Industriegelände. Das Kokosnuss-Geschoss verfehlte einen arglosen Spaziergänger nur knapp und schlug krachend in eine Laterne ein.

Die Polizei beschlagnahmte die Kanone nebst jeder Menge Munition, ermittelt jetzt gegen die Kunststudenten wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Und sorgt nebenbei dafür, dass auch künftig ganz bestimmt keine Kokospalmen am Südpol wachsen.