Berlin l Jeder Zwist kann zu Überspitzungen führen. In der Ehe genauso wie in einer Partei, der politischen Familie. Bei der SPD gibt es gerade Streit an Streit statt Seit’ an Seit’. Doch ist es Sitte, auch wieder Milde walten zu lassen. Gern unter Zuhilfenahme der eigenen Familie. Die Tochter von Noch-Außenminister Sigmar Gabriel soll etwas vom „Mann mit den Haaren im Gesicht“ erzählt haben. Stimmt gar nicht. Wie es aus gut informierten Goslarer Spielplatz-Kreisen heißt, soll der Papa mal wieder nicht richtig zugehört haben. Denn Töchterchen schwärmte, dass der Onkel Schulz ein „Mann wie ein Gedicht“ sei. Das wäre also geklärt.

An besagtem Martin Schulz wäre es, seinerseits einzulenken. Auch er hat sich in der Familie umgesehen und seine Schwester zur Pressesprecherin gekürt. Die Würselenerin besänftigte aber nicht, sondern fluchte in einer Sonntagszeitung über die Berliner „Schlangengrube“. Sie ist einfach falsch verstanden worden. „Zahncremetube“ wollte sie sagen. Die hatte der Martin in Berlin vergessen.