London l Ein Klavier, ein Klavier... Dieser geflügelte Satz aus dem legendären Loriot-Sketch ist zum Synonym für mittelmäßige Begeisterung geworden. Muss anfangs so ähnlich bei folgender, aktuell in England passierter Geschichte gewesen sein.

Ein Ehepaar hatte den über 100 Jahre alten Klimperkasten 33 Jahre nutzlos im Haus rumstehen und schließlich endlich an eine benachbarte Schule entsorgt, ähm, in bester Kulturmäzenaten-Manier gestiftet. Der Klavierstimmer, der das grässlich klingende Gerät wieder spielbar machen sollte, war zuerst auch nur – mäßig begeistert. Dann fand er unter den Hämmerchen, die gegen die Saiten schlagen, einen echten Schatz. 913 Goldmünzen, ein paar hunderttausend Euro wert.

Nach dem Gesetz wird der Fund zu gleichen Teilen zwischen Finder und Besitzer aufgeteilt. Schlagartige und überbordende Begeisterung bei Klaviermann und Schulträger. Die edlen Spender des Instruments kriegen nichts ab – und sind ausnehmend mittelmäßig begeistert.