Aseleben (dpa) l Das durchwachsene Frühjahrswetter mit Hagel und Frost hat Sachsen-Anhalts Obstbauern vielerorts einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar werde die Aprikosenernte noch zwei bis drei Wochen weitergehen. „Aber das ist eine kleine Ernte, das ist weniger als eine halbe Ernte im Vergleich zu Normaljahren“, sagte der Chef der Obstproduktion Höhnstedt, Alexander Ehm.

Mit 15 von insgesamt 150 Hektar gehört sein Betrieb am Süßen See bei Halle mit zu den größten Aprikosenanbauern in Deutschland. Auch bei Süßkirschen sehe es nicht besser aus. Auch da gebe es um die 50 Prozent Ernteausfälle. Zwar lägen die Preise etwas höher als im Vorjahr. „Aber das kompensiert nicht den Minderertrag. Ich kann die Preise schließlich nicht verdoppeln“, sagte Ehm.

1500 Hektar Anbaufläche

Beim Obsthof am Süßen See beklagte Geschäftsführer Philipp Moser den fast völligen Ausfall bei der Aprikosenernte. „Wir haben 90 Prozent Ausfall und die restlichen 10 Prozent sind so verhagelt, dass man daraus nur noch Marmelade kochen kann“, sagte er. 2016 wurde in Deutschland laut Statistik Baumobst auf gut 44 700 Hektar angebaut. In Sachsen-Anhalt waren es rund 1500 Hektar.