Berlin (dpa) l Der Börsengang des Essenslieferdiensts Delivery Hero könnte bis zu einer knappen Milliarde Euro schwer werden. Von dem Geldsegen profitiert nicht zuletzt der größte Anteilseigner: Rocket Internet. Die Start-up-Schmiede hält gut ein Drittel der Anteile. Insgesamt wird Delivery Hero beim Börsengang mit bis zu 4,4 Milliarden Euro bewertet und damit deutlich höher als jüngst spekuliert. Dabei schrieb der Lieferdienst wegen der Kosten für seinen rasanten Wachstumskurs bis zuletzt hohe Verluste.

Delivery Hero will bis zu rund 39 Millionen Aktien für einen Preis von 22 bis 25,50 Euro platzieren. Sollten alle Papiere zum oberen Ende der Spanne platziert werden, würde der Börsengang ein Volumen von fast 996 Millionen Euro haben. Die Papiere sollen erstmals am 30. Juni gehandelt werden.

Delivery Hero weltweit aktiv

Die Berliner Gesellschaft hatte vielfach lokale Wettbewerber übernommen. In Deutschland können Kunden über Lieferheld, Pizza.de und Foodora bestellen. Zubereitet wird das Essen dabei vom Restaurant um die Ecke, Delivery Hero übernimmt die Abwicklung der Bestellung und wahlweise auch die Lieferung.

Der Markt der Essenslieferdienste ist hart umkämpft. Hierzulande gehören Deliveroo und Lieferando zu den großen Rivalen. Branchenbeobachter erwarten, dass immer mehr Menschen sich Essen bestellen und der Markt wächst.

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Ein erfolgreicher Börsengang von Delivery Hero wäre eine gute Nachricht für Rocket Internet. Die Beteiligungsgesellschaft hatte im Herbst den geplanten Börsengang des Lebensmittel-Versenders Hello Fresh noch auf Eis gelegt.