Fürth (dpa/tmn) - Nach den Festtagen stellen viele Eltern fest: Das Kind wurde mit Geschenken überhäuft, eigentlich war alles zu viel. Im nächsten Jahr soll es weniger sein, nehmen sich dann einige vor. Doch wie können Eltern der Konsumspirale entkommen?

"Dass es anderen Menschen schlechter geht und hier viele privilegiert aufwachsen, ist ein Thema, über das man immer wieder mit seinen Kindern sprechen kann - zum Beispiel aufgehängt an Kindernachrichten", sagt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Für andere etwas zu spenden oder eine Patenschaft für ein armes Kind zu übernehmen, seien weitere Projekte, die man das ganze Jahr über angehen kann.

Wer sich fest vornimmt, die Zahl der Geschenke im nächsten Jahr zu reduzieren, kann noch einmal das gerade vergangene Fest reflektieren: Hat man die wirklichen Wünsche der Kinder berücksichtigt, die nicht nur ein paar Wochen oder Monate anhalten? Haben sich Verwandte oder Freunde an Absprachen gehalten, was die Zahl der Geschenke anging? Oft müssten Eltern aber auch ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen: "Ihnen fällt es schwer, zurückzustecken und nichts Eigenes zu schenken, weil die Großeltern das vielleicht übernehmen."