Rouen (dpa) - Die ungewöhnlichen Namen dieses chilenischen Brüder-Trios lassen selbst die deutschen Handballer schmunzeln. Erwin, Harald und Emil Feuchtmann haben zwar deutsche Wurzeln, laufen bei der WM in Frankreich aber für Chile auf.

"Sie hätten vom Namen her ja auch für uns spielen können", sagt Nationalkeeper Andreas Wolff. Natürlich kenne er die Feuchtmanns, weil einige von ihnen in Deutschland und in der Bundesliga aktiv waren.

In den 1930er Jahren war der Großvater von Erwin, Harald und Emil von Mannheim nach Chile ausgewandert. Erwin und Emil spielten schon für verschiedene deutsche Clubs, unter anderem für den HC Aschersleben in der dritten Liga. Daran erinnerte sich auch DHB-Präsident Andreas Michelmann, der auch Bürgermeister von Aschersleben ist und die drei Spieler im gemeinsamen Teamhotel in Rouen herzlich begrüßte.

Mittlerweile spielt nur noch Harald in Deutschland für den Bayernligisten DjK Waldbüttelbrunn. Erwin hat nach seiner Zeit beim TBV Lemgo nicht so gute Erinnerungen an die Bundesliga. "Ich konnte in Lemgo nicht zeigen, was ich kann. Das will ich gegen Deutschland tun. Wir haben keine Angst", sagt er. Die hat auch Torhüter Wolff nicht vor dem ungewöhnlichen Trio. "Sie sind gute Spieler, werden aber keine Allstar-Plätze bei dieser WM einnehmen."

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