Berlin (dpa) - Die Schauspielerin Nina Hoss (41) empfindet ihren Beruf auch privat als eine Bereicherung.

"Dass man alles mal durchleben und anschmecken kann, das bringt es vielleicht tatsächlich mit sich, dass man nicht das Gefühl hat: Das müsste ich mal erleben! Oder: Da habe ich was verpasst", sagte die vielfach ausgezeichnete Charakterdarstellerin bei der Berlinale in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Weil wir sehr viel erleben dürfen in diesem Beruf, ist man vielleicht relativ gut ausgelastet, vielleicht auch ausgeglichen."

Hoss ("Yella", "Barbara") spielt in Volker Schlöndorffs neuem Film "Rückkehr nach Montauk" eine erfolgreiche Frau in New York, die nach 17 Jahren ihren einstigen Geliebten wiedertrifft. Das vergangene halbe Jahr lebte sie auch privat in der US-Metropole - und ist eigenen Angaben zufolge trotz der umstrittenen Politik von Präsident Donald Trump nicht hoffnungslos.

"Amerika ist nicht er. Und was da jetzt an Kraft und an friedvollem Widerstand und an Einsatz da ist, das ist enorm", sagte sie. "Ich habe das Gefühl, die sind alle aufgewacht. Das ist wie so ein "Moment mal! Wir werden hier in den Grundfesten erschüttert. So einfach geht's nicht"."