Carwitz/Berlin - Die Hans-Fallada-Literaturgesellschaft hat einen ihrer wichtigsten Zeitzeugen verloren. Ulrich Ditzen - der älteste Sohn des Schriftstellers Fallada (1893-1947) - ist tot, sagte der Sprecher der Gesellschaft in Carwitz (Mecklenburg-Vorpommern), Stefan Knüppel. Hans Fallada hieß mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen.

Ulrich Ditzen starb nach Angaben seiner Familie im Alter von 83 Jahren am 25. Dezember in Berlin. Er werde am 11. Januar auf der Familien-Grabstätte in Carwitz beigesetzt. Sein Vater liegt wenige hundert Meter weiter auf dem alten Friedhof in Carwitz begraben. Fallada ("Kleiner Mann, was nun", "Jeder stirbt für sich allein") gilt als einer der bedeutendsten sozialkritischen deutschen Dichter der 1930er und 1940er Jahre.

In Carwitz lebte und arbeitete der Schriftsteller mit Familie zwischen 1933 und 1945. Dort erinnert inzwischen ein vom Bund anerkanntes Museum an den Schriftsteller. Der älteste Sohn habe unter anderem durch häufige Lesungen und Spenden, darunter auch Einrichtungsgegenstände, sehr viel zur originalgetreuen Gestaltung des Museums beigetragen, sagte Knüppel.