Frankfurt/Main - Die Trägerin des Deutschen Buchpreises, Terézia Mora, beginnt an diesem Dienstag mit ihren Poetikvorlesungen an der Frankfurter Universität.

Unter dem Titel "Nicht sterben" gibt die 42-Jährige einen Einblick in die Grundlage ihrer literarischen Arbeit. Zum Abschluss ist eine Lesung im Frankfurter Literaturhaus geplant.

Für ihren Roman "Das Ungeheuer" hatte die aus Ungarn stammende Mora 2013 Deutschlands wichtigsten Buchpreis bekommen. Der zweigeteilte 700 Seiten starke Roman ist zugleich Road-Novel und - geteilt durch Striche - Tagebuch einer depressiven Frau, die sich das Leben nimmt.

Die mehrfach ausgezeichnete Mora gilt als Autorin, die in ihren Werken mit radikalen Gegenwartsdiagnosen aufwartet. Mit ihrem literarischen Debüt ("Seltsame Materie") hatte sie schon 1999 für Aufsehen gesorgt.

Die 1959 gegründete Stiftungsgastdozentur hatten bereits rund 65 Autoren inne, darunter zuletzt Filmemacher Alexander Kluge sowie die Schriftsteller Uwe Timm, Juli Zeh und Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff. Im Sommersemester 2014 wird sie Daniel Kehlmann übernehmen.