Heidelberg - Für seinen Essay über die Philosophie des Radfahrens erhält Maximilian Probst den mit 10 000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg.

"Der Autor zeigt im ironischen Spiel mit der Sprache eine andere Haltung zur Welt in Fragen der Technik und Umwelt frei assoziierend auf", würdigte die Jury laut Mitteilung vom Freitag die "kreative und gewagte" Arbeit "Der Drahtesel. Die letzte humane Technik". Der 1977 in Hamburg geborene Autor soll die Auszeichnung am 3. Juni erhalten.

Probst studierte Philosophie, Geschichte, Literatur und Politik in Hamburg und Barcelona. Er übersetzte unter anderem Werke des französischen Philosophen Paul Virilio ins Deutsche, volontierte bei der "taz nord" und schreibt inzwischen für das Feuilleton der "Zeit".

Die Stadt Heidelberg vergibt den Förderpreis seit 1993 jährlich im Gedächtnis an den Schriftsteller Clemens Brentano (1778-1842). Er richtet sich an Autoren, die schon mit ihren Erstlingswerken die Aufmerksamkeit der Kritiker und des Publikums auf sich ziehen. Zu den Preisträgern zählen Philipp Schönthaler und Wolfgang Herrndorf.