Nürnberg - Bücher behaupten sich weiterhin gegen andere Unterhaltungsmedien wie Computerspiele, Musik oder Software - und legen beim Umsatz sogar wieder zu.

Insgesamt hätten Bundesbürger im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden Euro für Bücher ausgegeben und damit ein Prozent mehr als 2012, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg mit. Die Umsätze, die zum Teil auf höhere Durchschnittspreise zurückzuführen sind, hätten damit fast wieder das hohe Niveau von 2010 erreicht.

Während die Belletristik als größter Teilbereich des Buchmarkts nach dem Vorjahreserfolg des Titel "Shades of Grey" Verluste verzeichnete, stiegen die Umsätze mit Ratgebern laut GfK um mehr als 5 Prozent. Reiseführer legte beim Umsatz um 3 Prozent zu, "was angesichts des aktuellen Booms bei Urlaubs- und Privatreisen nicht verwundert", schreiben die Nürnberger Marktforscher.

Ungleich stärker - wenn auch auf niedrigem Niveau - wuchs das Geschäft mit E-Books und Hörbüchern. Die entsprechenden Umsätze stiegen 2013 im Vergleich zu 2012 um knapp 50 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro. "Bücher stehen weiterhin hoch in der Gunst der Deutschen. Im gesamten Markt für Unterhaltungsmedien, der aus den Bereichen Musik, Games, Software, Kino, Video und Büchern besteht, dominiert der Buchmarkt mit einem Umsatzanteil von 42 Prozent", bilanziert die GfK.