Leipzig - Playstation und Smartphone zum Trotz: 2013 sind in Deutschland mehr Kinder- und Jugendbücher verkauft worden als im Jahr zuvor.

Der Umsatz stieg um 1,3 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Freitag auf der Leipziger Buchmesse mitteilte. Zum Vergleich: Bei der Belletristik ging er um 3,5 Prozent zurück.

Vor allem bei den Büchern für ganz junge Leser gab es Zuwächse; etwa bei Bilderbüchern und Literatur für Kinder bis elf Jahren. Die meistverkauften Titel 2013 waren bei den Kinderbüchern "Ostwind" von Carola Wimmer und bei den Jugendbüchern "Gregs Tagebuch - Echt übel! Band 8" von Jeff Kinney.

Der Umsatz-Anteil der Kinder- und Jugendliteratur am gesamten Buchmarkt lag bei 17,4 Prozent. "Der Kinder- und Jugendbuchmarkt ist ein Zukunftsmarkt" sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Jährlich erscheinen rund 8000 neue Titel für junge Leser. Damit ist jede zehnte Neuerscheinung ein Kinder- oder Jugendbuch.

Zwei Drittel der Käufer sind Mädchen. Der Anteil der Jungen nimmt aber zu. Zwischen 2009 und 2012 sei er von 32 auf 36 Prozent gestiegen, hieß es. Vor allem bei den 10- bis 15-Jährigen nimmt die Zahl jener Jungen zu, die gern in einen Buchladen gehen.