Wien - Der fristlos entlassene Ex-Intendant des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann, will knapp zwei Millionen Euro von seinem ehemaligen Arbeitgeber.

Der Betrag setze sich zusammen aus alten Forderungen, aus Regie-Geldern sowie dem Gehalt bis 2019, teilten Hartmanns Anwälte am Mittwoch in Wien mit. Die Kündigung sehen sie als unwirksam, da der österreichische Bundeskanzler einem solchen Schritt hätte zustimmen müssen.

Die Anwälte sagten, Hartmann habe sich bemüht, Licht in die undurchsichtige Buchführung des Hauses zu bringen. Das Burgtheater steckt auch deshalb in einer tiefen Finanzkrise, über die Hartmann stolperte. Mit dem Prozess um eine Entschädigung wird im Mai gerechnet.