Düsseldorf - Eine bundesweite Verschenk-Aktion von Belletristik und Sachbüchern anlässlich des "Welttags des Buches" ist am Dienstag gestartet. Zum Auftakt der Veranstaltungen in Buchhandlungen, Verlagen und Bibliotheken verteilten Prominente in Düsseldorf ausgewählte Titel auf der Straße.

TV-Moderatorin Birgit Schrowange schenkte Passanten unter anderem "Der Mann von Nebenan" von Amelie Fried, Ingo Nommsen warb mit den Worten "Philosophie leicht verdaulich" für "Hectors Reise" von François Lelord.

Bei der Aktion, die am "Welttag des Buches" am diesem Mittwoch fortgesetzt wird, sollen insgesamt 200 000 Bücher auf der Straße, aber auch in karitativen Einrichtungen verteilt werden. Ziel der Initiative ist, wieder mehr Menschen fürs Lesen zu begeistern.

An dem Projekt will sich auch Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) beteiligen. Vor allem aber werden Privatleute aktiv: Fast 55 000 "Lesefreunde" in ganz Deutschland hatten sich beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen beworben. Ziel der Initiative ist, wieder mehr Menschen fürs Lesen zu begeistern.

Mehr als 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland könnten nicht richtig lesen und schreiben, sagte der Geschäftsführer Stiftung Lesen, Jörg Maas. Längst gehe es nicht mehr nur darum, ein gutes Buch lesen zu können. "Vielen fehlen einfach grundlegende Fähigkeiten, wie Straßennamen oder eine Speisekarte lesen zu können - und das obwohl sie in der Schule einmal lesen und schreiben gelernt haben." Oft fehle es nur an Übung.

Den internationalen Tag des Buches hat die Weltkulturorganisation Unesco im Jahr 1995 ausgerufen. Der 23. April ist Todestag des Dichters William Shakespeare und des Schriftstellers Miguel de Cervantes.