Berlin - Die Berliner Staatsoper richtet sich bis auf weiteres auf ihr Übergangsquartier im Schiller Theater ein. Es gebe keine Hinweise, wann das Ensemble wieder an den Stammsitz Unter den Linden ziehen könne, sagte Intendant Jürgen Flimm am Montag.

Generalmusikdirektor Daniel Barenboim sagte, einen Termin sollten die Bauplaner erst dann nennen, "wenn es absolute Sicherheit gibt, wann das Haus wieder eröffnet wird". Der Wiedereinzug in das historische Haus war mehrmals verschoben worden. Ursprünglich wollte die federführende Berliner Bauverwaltung in diesem Frühjahr ankündigen, wann die Staatsoper dort ihren Betrieb wieder aufnehmen kann.

Für die Spielzeit 2014/15 plant die Staatsoper neun Premieren, darunter Richard Wagners "Parsifal" unter Leitung von Barenboim und der Regie des Russen Dmitri Tcherniakov sowie Giacomo Puccinis "Tosca" mit Regisseur Alvis Hermanis. Zum Silvesterkonzert wird Barenboim nicht wie sonst Beethovens 9. Sinfonie dirigieren. Stattdessen gibt es einen Tango-Abend mit Startenor Rolando Villazón.