Wiesbaden - Der Robert-Gernhardt-Preis geht in diesem Jahr an die Autorin Ulrike Syha und den Schriftsteller Kurt Drawert. Sie teilen sich das Preisgeld in Höhe von 24 000 Euro, wie das Kunstministerium in Wiesbaden mitteilte.

Syha wurde für ihren ersten und noch unveröffentlichten Roman "Der Korridor" ausgezeichnet. Die Jury sprach von einem atmosphärisch dichten Text, der die bedrohlichen Schwingungen unserer Gegenwart auffange. Der Roman ist nach Theaterstück und Hörspiel Teil einer Trilogie. Der Darmstädter Drawert erhält die Auszeichnung für sein unveröffentlichtes Werk "Verständnis und Abfall", in dem er laut Jury auf inhaltlich und formal hohem Niveau eine hessische Landschaft zum Gegenstand eines Langgedichts macht.

Der Preis ist nach dem Frankfurter Autor, Zeichner und Maler Robert Gernhardt (1937-2006) benannt. Er wird seit 2009 von der landeseigenen Wirtschafts- und Infrastrukturbank verliehen und soll Autoren helfen, ihre literarischen Projekte zu verwirklichen.

Die Preisverleihung findet am 10. September in Frankfurt statt. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Ricarda Junge und Paulus Böhmer.