Düsseldorf - Die erschütternde Geschichte aus dem Warschauer Ghetto "Fräulein Esthers letzter Auftritt" wird mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet.

Der mit 7500 Euro dotierte Preis gehe an den Autor Adam Jaromir, die Illustratorin Gabriela Cichowska und die Grafikerin Dorota Nowacka, teilte Nordrhein-Westfalens Kulturministerium am Montag in Düsseldorf mit.

Die Auszeichnung der Landesregierung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes erinnert an den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976) und zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur mit friedenspolitischem Inhalt.

Das für Kinder ab zwölf Jahre empfohlene Buch "Fräulein Esthers letzter Auftritt", das in dem von Jaromir gegründeten Gimpel Verlag erschien, ist auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert. Es erzählt die authentische Geschichte des Kinderarztes und Leiters des Waisenhauses im Warschauer Ghetto, Janusz Korczak. Er begleitete 1942 rund 200 Kinder beim Abtransport in das Vernichtungslager Treblinka, wo auch er umgebracht wurde. In dem Buch lässt Korczak die Kinder ein Theaterstück aufführen und bietet ihnen so für kurze Zeit eine Flucht in eine bessere Welt.

(Adam Jaromir, Gabriela Cichowska, "Fräulein Esthers letzte Vorstellung", Gimpel Verlag, Langenhagen 2013, 124 S., 29,90 euro, ISBN 978-3-9811300-8-9)