Köln - Es sind ungewöhnliche Dokumente, die der Bildband "Der Erste Weltkrieg in Farbe" zusammenfasst. Die verheerenden Schlachten, die Millionen Toten, die zerstörten und verwüsteten Länder sind unzählige Male fotografiert oder im Film festgehalten worden.

Doch der jetzt im Taschen Verlag erschienene großformatige Band zeigt erstmals im Überblick, was Fotografen an Kriegsschauplätzen sowie in den am Krieg beteiligten Ländern in Farbe festhielten. Das kurz zuvor entwickelte Autochrom-Verfahren machte dies möglich. Über 320 Farbfotografien wurden aus Anlass des 100. Jahrestages des Kriegsausbruchs in Archiven in Europa, den USA sowie in Australien zusammengetragen.

Da das neue Verfahren lange Belichtungszeiten erforderte, "zeigen die Bilder zumeist sorgfältig komponierte Szenen, die in Frontnähe aufgenommen wurden", heißt es im Vorwort. Die Jahre von 1914 bis 1918 bekamen einzelne Kapitel. "Kriegsspiele in Paris" heißt es unter anderem 1915: Uniformierte Kinder spielen auf der Straße mit gebastelten Kanonen, Gewehren und Flugzeugen. Auch eine Erschießungsszene fehlt nicht.