Köln - Der Schriftsteller John von Düffel hat dem Onlinehändler Amazon vorgeworfen, im Streit um Rabatte seine Marktmacht auszunutzen. Von Düffel gehört zu den Unterzeichnern eines Protestbriefes von Autoren an Amazon-Chef Jeff Bezos, der nächste Woche veröffentlicht werden soll.

"Auch die Autoren hierzulande wollten ein Zeichen setzen - nicht nur gegenüber Amazon und den Verlagen, sondern auch gegenüber den Lesern", sagte von Düffel dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Ein Zeichen, dass da potenziell ein Monopolist entsteht. Und dass man sich auch dessen bewusst sein muss, was man da möglicherweise für ein Monster erschafft."

Im Interview der Deutschen Welle sagte der Autor ("Houwelandt", "Wassererzählungen") : "Wenn unser offener Protestbrief Buchkäufer erreicht, dann ist das die Achillesferse, wo Amazon zu treffen ist." Die Unterzeichner kritisieren, dass Amazon in der Auseinandersetzung mit Verlagen um mehr Rabatte Autoren und ihre Bücher als Druckmittel missbrauche. Auch in den USA hatten mehr als 900 Autoren, darunter Stephen King und John Grisham, mit einem offenen Brief gegen den Onlinehändler protestiert.