Berlin - Die Schriftstellerin Juli Zeh ("Nullzeit") hat von den deutschen Buchverlagen ein gemeinschaftliches Vorgehen gegen den Onlinehändler Amazon gefordert.

"Es reicht nicht, Amazon zu dämonisieren und zu versuchen, in einer verworrenen Situation mit der Moralkeule Klarheit zu schaffen", sagte die Autorin in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung". Angesichts der veränderten Strukturen auf dem Buchmarkt müssten sich die Verlage organisieren. "Es ist nicht so, dass die andere Seite keine Macht hat, sie ist nur gespalten."

Juli Zeh gehört zu den inzwischen rund 1500 deutschsprachigen Autoren, die dem Onlinehändler in einem offenen Brief "Erpressungsmethoden" vorwerfen. Er manipuliere gezielt Empfehlungslisten und liefere Bücher bestimmter Verlage verlangsamt aus, um höhere Rabatte durchzusetzen, so die Kritik.