Oberhausen - Vom Vater des Comics bis zur Graphic Novel: Eine Ausstellung in Oberhausen gibt Einblick in die 150-jährige Geschichte deutschsprachiger Comics seit Wilhelm Buschs "Max und Moritz".

Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zeigt vom 14. September bis zum 18. Januar 2015 knapp 300 Originalzeichnungen und mehr als 60 Erstdrucke.

Ihren Ausgangspunkt nimmt die Schau im 19. Jahrhundert mit Faksimiles der Lausbubenstreiche, mit denen Wilhelm Busch einen Grundstein für den modernen Comic legte. Chronologisch werden die Entwicklungsschritte der deutschsprachigen Comic-Welt nachgezeichnet. Bis heute kämpfe dieses Genre um volle Anerkennung als Kunstform, sagte Museumsdirektorin Christine Vogt.

Bunte Comics für Kinder wie "Fix und Foxi" gehören ebenso zu den Exponaten wie Ralf Königs "Der bewegte Mann". Mit diesem gezeichneten Roman ebnete König den Weg für die Entwicklung von Graphic Novels in Deutschland, ambitionierter Bilderomane, die inzwischen bei Belletristikverlagen erscheinen. In kleinerem Umfang war die Ausstellung bereits in Hannover und Erlangen zu sehen.