Magdeburg - Der Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird künftig nach dem in Quedlinburg geborenen Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) benannt.

Damit werde einer der Wegbereiter von "Sturm und Drang" und der wichtigste Vertreter der "Empfindsamkeit" geehrt, sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Der mit 12 000 Euro dotierte und jährliche ausgelobte Preis solle zu einer Marke Sachsen-Anhalts ausgebaut werden.

Seit 1996 hatte das Land seinen jährlichen Literaturpreis abwechselnd als Friedrich-Nietzsche-Preis, als Wilhelm-Müller-Preis und als Georg-Kaiser-Preis verliehen. "Diese Zersplitterung hatte zur Folge, dass man diese Preise überregional überhaupt nicht wahrgenommen hat", sagte Dorgerloh. Daraufhin habe man sich zu einem klaren Schnitt entschieden. Neben dem "Klopstock-Preis für neue Literatur" soll es künftig auch einen jährlichen Nachwuchspreis geben, der mit 3000 Euro dotiert ist.