Göttingen - Nach monatelangen Debatten soll ein onanierender Kragenbär in Göttingen nun bald wirklich zum Denkmal werden. Erinnern soll das Tier an den Satiriker Robert Gernhardt. Der hatte einst getextet: "Der Kragenbär, der holt sich munter einen nach dem anderen runter."

Am Donnerstag gab der Kulturausschuss des Stadtrates mit acht Ja- bei einer Nein-Stimme grünes Licht für den Kragenbären, wie der Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur, Hilmar Beck, sagte. Nun müsse die Finanzierung noch geklärt werden, dann folge ein formaler Beschluss des Rates. Es gebe bereits Spender.

Obwohl es in Göttingen auch Kritik an den Denkmalplänen gab, deutete sich zuletzt schon eine breite Zustimmung der Lokalpolitik an. Das sich befummelnde Tier soll als Bronzestatue in Waschmaschinengröße den Robert-Gernhardt-Platz in der Innenstadt zieren. Ein Modell hat der Kasseler Bildhauer Siegfried Böttcher bereits entworfen.