Mainz - Der italienische Schriftsteller und Medienwissenschaftler Umberto Eco (82) ist am Donnerstag in Mainz mit dem Gutenberg-Preis geehrt worden.

Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und wird von der Stadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft ausgelobt. Bekannt ist Eco unter anderem durch seine Werke "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel".

In seiner einstimmigen Entscheidung sprach das Kuratorium von "brillanten kulturtheoretischen Überlegungen" und einem "begnadeten Erzähler", der Millionen von Lesern in Buchkultur und -geschichte eingeführt habe.

Michael Krüger, Ecos deutscher Verleger, würdigte in seiner Laudatio die "beneidenswerte Kreativität" des Schriftstellers. "Wenn auf einen europäischen Autoren der schöne Begriff "Gesamtkunstwerk" anzuwenden ist, dann auf ihn." Nahezu jeder Mensch der zivilisierten Welt habe ein Buch des Italieners gelesen oder seinen Namen schon einmal gehört.

Mit mehr als 1000 Mitgliedern in 35 Ländern erforscht die Gutenberg-Gesellschaft die Geschichte und Entwicklung der Drucktechnik. Sie vergibt den Preis im jährlichen Wechsel mit der Stadt Leipzig.