Frankfurt/Main - Der Friedensnobelpreis für die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai hat auch auf der Frankfurter Buchmesse Jubel ausgelöst - bei den Verlegern ihrer Autobiografie.

"Wir haben ein bisschen darauf spekuliert und hatten schon viele Bücher hier am Stand", sagte der Geschäftsführer von Droemer Knaur, Hans-Peter Übleis, am Freitag. 20 000 Expemplare von "Ich bin Malala" seien extra nachgedruckt worden, so dass die Gesamtauflage nun bei 200 000 liege. "Das Buch war bereits seit seinem Erscheinen im letzten Jahr ein Bestseller." Das Hardcover schaffte es auf Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste. Übleis liebäugelte damit, dass das gerade herausgekommene Taschenbuch nun sogar auf Rang eins schießen könnte.

Beim benachbarten Fischer Verlag ebenfalls in Halle 3.1 freuten sich die Mitarbeiter, dass sie die vor zehn Tagen erschienene Jugendausgabe der Autobiografie mit dem Titel "Malala. Meine Geschichte" als Spitzentitel im Programm haben. "Es geht nicht nur um ein Buch, es geht um viel, viel mehr", sagte die Leiterin des Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlags, Ulrike Metzger. Auch Fischer orderte "sofort" 20 000 Bücher nach. Metzger berichtete davon, dass sich auch am Stand von Yousafzais US-Verlag Little, Brown "die Menschen in die Arme gefallen sind und sich wahnsinnig gefreut haben".