Athen - Einer der bekanntesten griechischen Schriftsteller, Menis Koumandareas (83) ist tot in seiner Wohnung in Athen gefunden worden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus.

"Er hatte Prellungen und kleine Wunden am Hals und dem Gesicht", teilten die Ermittler mit. Ob es sich um einen Mord handelt, "das wird uns die Gerichtsmedizin sagen", sagte ein Polizeioffizier der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Es gebe aber viele Anzeichen, die dafür sprächen, hieß es. Die Leiche war am Samstag entdeckt worden.

Koumandareas war er einer der beliebtesten Schriftsteller in Griechenland und galt als wichtige Figur des Realismus. Seine bekanntesten Bücher sind "Die Mofas" (1962), "Das Trikot mit der (Nummer) Neun" (1986), das auch verfilmt wurde, sowie "Zwei Mal Grieche" (2001).

Zudem übersetzte er mehrere Bücher englischsprachiger Autoren, wie Ernest Hemingway und Scott Fitzgerald. Nach Abbruch eines Jura-Studiums arbeitete Koumandareas zunächst für Reedereien und widmete sich dann dem Schreiben.