Frankfurt/Main - Dem deutschen Buchhandel bläst der Wind weiter ins Gesicht. Im vergangenen Jahr gingen die Umsätze um 2,1 Prozent zurück, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt berichtete.

Die Branche hatte 2013 nach zwei Minusjahren in Folge noch ein minimales Plus von 0,2 Prozent erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz im Buchhandel liegt bei knapp zehn Milliarden Euro.

Mit einem Minus von 1,2 Prozent hielt sich der traditionelle Einzelhandel im vergangenen Jahr noch vergleichsweise gut. Dagegen zeichne sich beim erfolgsverwöhnten Internethandel im zweiten Jahr hintereinander ein Rückgang ab, hieß es beim Dachverband der Branche. Im Kampf mit dem Onlineverkauf punkte der klassische Buchhandel als "gefragter Einkaufsort".

Genaue Zahlen will der Börsenverein aber erst Mitte des Jahres vorlegen. Der Verband lässt monatlich neben dem traditionellen Handel auch den Online-Handel sowie den Verkauf in Warenhäusern und Bahnhöfen auswerten. Nicht dabei ist der Direktverkauf der Verlage sowie Buchgemeinschaften.

Besonders gut haben sich 2014 Sachbücher verkauft. Top-Seller im Publikumsbereich war "Darm mit Charme" der Frankfurter Medizinstudentin Giulia Enders. Dahinter landeten gleich zwei Romane der britischen Bestsellerautorin Jojo Moyes ("Weit weg und ganz nah" sowie "Ein ganzes halbes Jahr".) Auf Platz vier und fünf folgten "Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielmann und Hape Kerkelings Autobiografie "Der Junge muss an die frische Luft". Insgesamt verlor die erzählende Literatur (Belletristik) - dazu gehören auch Krimis - im vergangenen Jahr an Boden.