Berlin - Der in Berlin lebende, kurdischstämmige Schriftsteller Sherko Fatah (50) erhält den Großen Kunstpreis Berlin 2015. Die Jury ehre damit einen Autor, dessen Literatur eine politische und existenzielle Dringlichkeit habe, wie sie selten zu erleben sei, teilte die Berliner Akademie der Künste mit.

Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert und wird am 18. März im Auftrag des Landes Berlin von der Akademie vergeben. Fatah, Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen, bewegt sich in seinen Büchern fast immer im Spannungsfeld zwischen arabischer und westlicher Welt. Titel sind etwa die Romane "Im Grenzland", "Das dunkle Schiff", "Ein weißes Land" und "Der letzte Ort".