Kassel - Für seine Schilderungen zum "ganz normalen Irrsinn des Lebens" hat der Hamburger Schriftsteller Frank Schulz den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor erhalten.

Schulz spiele meisterlich auf der Klaviatur des Komischen, sagte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Samstag im Kasseler Rathaus. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert.

Die Laudatio des kurzfristig verhinderten Schriftstellers und Musikers Sven Regener las Schulz\' Verlagschef Wolfgang Hörner. An Groteskem sei in den Romanen von Schulz kein Mangel, sagte Hörner. Er sei eine "Grotesk-Humor-Kanone". Schulz las aus seinem Buch "Onno Viets und der Irre vom Kiez" sowie aus dem im Februar erscheinenden "Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen".

Der Hamburger war 1999 bereits mit dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet worden. Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung ging nun an den Schweizer Autor Arno Camenisch.

Der Kasseler Literaturpreis wird seit 1985 jährlich von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel vergeben. Ausgezeichnet werden Autoren, "deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Komik und Groteske geprägt ist". Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem Loriot, Hanns Dieter Hüsch, Max Goldt, Gerhard Polt und 2014 posthum Dieter Hildebrandt.