Frankfurt/Main - Der Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"), Jürgen Kaube, erhält dieses Jahr den Ludwig-Börne-Preis.

Der 52 Jahre alte Buchautor und Feuilletonchef wird für "sein herausragendes schriftstellerisches Vermögen geehrt, die wissenschaftliche Kultur von Geist und Sache in luzider Klarheit und begriffsnaher Zuspitzung in den öffentlichen Raum zu tragen". Das teilte die Ludwig-Börne-Stiftung am Montag in Frankfurt/Main mit.

"Ironisch urteilend und der Tradition der Aufklärung verpflichtet, überschreitet er (Kaube) als überholt sich erweisende Gewissheiten", begründete Preisrichter Dan Diner zudem seine Wahl.

Der mit 20 000 Euro dotierte Börne-Preis wird seit mehr als 20 Jahren vergeben und ist einer der renommiertesten Preise für Essays und Reportagen im deutschen Sprachraum. Namensgeber ist der Schriftsteller Ludwig Börne (1786-1837), der als Begründer des politischen Feuilletons gilt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) sowie Kaubes Vorgänger bei der "FAZ", Frank Schirrmacher (1959-2014). Die Auszeichnung wird am 12. Juli in der Frankfurter Paulskirche verliehen.