Leipzig - Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels setzt sich für den verurteilten weißrussischen Verleger Ihar Lohvinau ein. Er wurde wegen des angeblich rechtswidrigen Verkaufs von Büchern zu einer Geldstrafe von umgerechnet 58 000 Euro verurteilt.

"Meinungsfreiheit ist für uns nicht verhandelbar", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, am Mittwoch vor Beginn der Leipziger Buchmesse. Er übergab einen Scheck von 1000 Euro zur Unterstützung des Verlegers.

In einem Schreiben an das Büro des weißrussischen Präsidenten hatte der Börsenverein zudem darum gebeten, die Strafe zurückzunehmen und dem Verleger die schon mehrfach beantragte Lizenz zu erteilen. Lohvinau gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Verleger Weißrusslands, der herausragenden Autoren eine Plattform gibt.