Lübeck - Zum Tod von Günter Grass äußern sich viele Politiker und Prominente - vielfach auch im Netz.

"Sein Werk ist ein beeindruckender Spiegel unseres Landes und ein bleibender Teil seines literarischen und künstlerischen Erbes."

(Bundespräsident Joachim Gauck)

"Mit dem Tod von Günter Grass verliert die Bundesrepublik Deutschland einen Künstler, von dem ich mit tiefem Respekt Abschied nehme."

(Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel)

"Günter Grass war ein Weltliterat. Sein literarisches Vermächtnis wird neben dem von Goethe stehen"

(Kulturstaatsministerin Monika Grütters, CDU)

"Ein wahrer Gigant, eine Inspiration, ein Freund."

(Der Schriftsteller Salman Rushdie)

"Wir in der Schwedischen Akademie sahen ihn als den Höhepunkt des 20. Jahrhunderts. Er war das 20. Jahrhundert, mindestens nach Thomas Mann."

(Juror Per Wastberg von der Schwedischen Akademie über den Literaturnobelpreis für Grass 1999)

"Er konnte hart in der Sache sein, immer mit dem Willen, seinen Finger auch in schmerzhafte Wunden zu legen."

(EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker)

"Er scheute keine noch so heftige Kontroverse, im Gegenteil, er suchte sie, wo er sie für notwendig erachtete. Das machte ihn zu einer Instanz in der politischen Debatte, die zuweilen störte und manchmal auch verstörte."

(Bundestagspräsident Norbert Lammert)

"Mit ihm verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte und einen engagierten Autor und Kämpfer für Demokratie und Frieden."

(Sigmar Gabriel, SPD-Chef und Vizekanzler)

"Insbesondere sein Engagement in der deutschen Asylpolitik, aber auch seine klare Positionierung für die Belange von Minderheiten wie der Sinti und Roma bleibt mir neben seinem literarischen Wirken im Gedächtnis."

(Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth)

"Europas Umgang mit seiner größten Minderheit hat Günter Grass seit vielen Jahren bewegt"

(Der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma, Romani Rose)

"Ich glaube, damals, schon auf den ersten Seiten des Romans, habe ich eine Ahnung davon bekommen, dass ich einmal Schriftstellerin werden könnte."

(Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek über den Grass-Roman "Die Blechtrommel", der wegweisend für sie gewesen sei)

"Die Schreibmaschine war seine Blechtrommel. Er wusste sie zu nutzen."

("Blechtrommel"-Regisseur Volker Schlöndorff)

"Wir haben uns nicht mit demselben Thema beschäftigt, aber wir waren Freunde und haben uns gegenseitig geschätzt."

(Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz)

"Grass war für mich einer der letzten lebenden großen Schriftsteller."

(Der rumänische Schriftsteller Mircea Cartarescu)

"Dass Literatur dieses eindeutige Antlitz der sozialen Verantwortung trägt, das ist mit Günter Grass da rein gekommen und ist mit ihm geblieben, als viele andere schon wieder das Feld geräumt hatten."

(Der Schriftsteller und Journalist Tilman Spengler)

"Mit Günter Grass verlieren wir nicht nur einen großen Romancier, Erzähler und bildenden Künstler, sondern auch einen homo politicus allerersten Rangs, der die politische Kultur unseres Landes entscheidend mitgeprägt hat."

(Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, SPD)

"Grass war Künstler im Sinne der Einmischung und der Provokation, von der Gruppe 47 bis heute. Danke, Günter Grass."

(Der Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Hasko Weber)

"Kriege in aller Welt, die große Not der Flüchtlinge und unsere Verpflichtung, für eine menschliche und gerechte Gesellschaft einzutreten - dies waren seine großen Themen bis zuletzt."

(Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, SPD)

"Es geht auch eine polemische Stimme verloren, die überspitzen konnte, sehr oft zum Ärgernis einiger Menschen."

(Der Regisseur und Intendant der Berliner Staatsoper, Jürgen Flimm)

"Günter Grass hat die Literatur im Nachkriegs-Deutschland geprägt wie wenige andere.

(Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant)

"Wie nur wenige andere hat Günter Grass das Land literarisch geprägt und sich wortgewaltig in die großen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen eingebracht."

(Linken-Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi)

"Günter Grass ist gestorben. Das ist eine traurige Nachricht. Sein lit.Werk ist unsterblich. Die Blechtrommel war mein erstes wichtiges Buch."

(Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion)

"Literaturnobelpreisträger, großer Autor, kritischer Geist. Ein Zeitgenosse mit dem Anspruch, verquer zum Zeitgeist zu liegen. #Grass"

(Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag)

"Günter #Grass war ein streitbarer Intellektueller - sein literarisches Werk bleibt überragend."

(FDP-Chef Christian Lindner)

"Mit Günter Grass ist einer der größten und zugleich streitbarsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte von uns gegangen.

(Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein)

""Der Schriftsteller als Zeitgenosse, wie ich ihn meine, wird immer verquer zum Zeitgeist liegen." Wir trauern um Günter #Grass."

(Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD))

"Mit Günter Grass verliert die Welt der Literatur einen wortmächtigen Autor und unsere Republik einen ihrer streitbarsten Mitbürger. Wenn er die Demokratie in Gefahr sah, ging er keiner notwendigen Auseinandersetzung aus dem Wege."

(Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste)

"Mit dem Tod von Siegfried Lenz und Günter Grass innerhalb kurzer Zeit geht eine ganze Epoche endgültig zu Ende - literarisch und auch politisch."

(Joachim Lux, Intendant des Hamburger Thalia Theaters)

"Gott kann sich jetzt einiges anhören. #Grass"

(Der Autor und Komiker Micky Beisenherz bei Twitter)